Peter Beckhaus Design und Illustration Mainz
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Die wahre Geschichte vun de ZUG-ENT



E Ente-Ei im Nestche lag,
unschuldig, nackt un bloß,
vun dem die Unke’ munkelte’,
„Du werst emol ganz groß!
Mir sage’s dir voraus un prophezeihn’s:
Du werst emol die ZUG-ENT sei vun Mainz!“
 
Als ein paar Tage später dann
des Entche war geschlippt,
da isses in sei’m zarte Flaum
im Wildpark rumgehippt.
Dort stand’s im ZUG un schnatterte vor Kält:
„So hab ich mer kää ZUG-ENT vorgestellt!“
 
Es wuchs mit Riese-Appetit
un kriet fast nie genug.
Sei Fläschje zuckelt’ es eweg
in einem einz’ge ZUG.
Dann quakt’s empört, „Des seh ich ger nit ei!
Soll deshalb ich vielleicht e ZUG-ENT sei?“

Da hockte sich des Entche hie
un grübelt’ hie un her,
wie des Orakel vun de Unke’
wohl ze deute wär.
„Ich glaub, ich geh am beste zu de Bahn.
Dort kann ich ganz bestimmt als ZUG-ENT fahrn!“
 
So watschelt’ tags darauf es los,
zum Bahnhof in die Stadt –
nur dass es vun dem Weg dorthie
kään blasse Schimmer hatt’
un es deshalb den ersten Besten frug,
„Entschuldigung, wo geht’s dann hier zum ZUG?“
 
De Zufall wollt’s, dass des genau
am Rosemontag war.
Wohin es da geschickt worn is,
des is ja sicher klar...
So kam’s am End zum ZUG un dappt seither
demselbige als ZUG-ENT hinnerher.

Die „Zug-Ent'” glossiert regelmäßig
in einem von Peter Beckhaus ge-
reimten und illustrierten Cartoon
in der „Narrhalla”, Deutschlands
ältester Karnevalszeitschrift,
Besonderheiten der voran-
gegangenen Fastnachtskampagne.